Zurückgelassene Kinder im Kontext moldauischer Arbeitsmigration - Eine qualitative Fallstudie zur Perspektive ehemals Betroffener
Verlag | Verlag Barbara Budrich |
Auflage | 2024 |
Seiten | 293 |
Format | 16,0 x 1,9 x 21,3 cm |
Gewicht | 435 g |
Reihe | Qualitative Fall- und Prozessanalysen 28 |
ISBN-10 | 3847430793 |
ISBN-13 | 9783847430797 |
Bestell-Nr | 84743079A |
Tausende Kinder bleiben in der Republik Moldau zurück, während ihre Eltern zum Arbeiten ins Ausland migrieren. Im gesellschaftlichen Diskurs wird die Situation dieser Kinder stark problematisiert. Das Buch gibt einen Einblick in die Perspektiven ehemals betroffener junger Erwachsener und analysiert auf Basis der Grounded Theory deren Erfahrungen und Reflexionen in Bezug zu lokalen Gendernormen, dem öffentlichen Diskurs und den Bedingungen des Migrationsregimes.
Inhaltsverzeichnis:
Danksagung1 Einleitung2 Methodologie und methodisches Vorgehen2.1 Einführend2.1.1 Begründung der Forschungsmethode2.1.2 Biografisch orientierte Erforschung von Kindheit im Kontext transnationaler Familien2.1.3 Der gesellschaftliche Diskurs zu transnationalen Familien in meiner Arbeit2.2 Datengewinnung2.2.1 Medienbeiträge2.2.2 Interviews2.2.3 Forschungsaufenthalt: Beobachtung und informelle Gespräche2.2.4 Weitere Daten2.3 Datenanalyse und Entwicklung von Kategorien2.3.1 Analyse des Diskurses: Fragestellung und Auswertungsmethode2.3.2 Interviewanalyse und Auswertung der anderen Daten2.3.3 Umgang mit der Literatur2.3.4 Kategorien und theoretische Einbettung der Ergebnisse2.4 Zwischen Nähe und Distanz: Meine Position im Forschungsfeld3 Kontext der Migration in der Republik Moldau3.1 Die Entwicklung der Migration in der Republik Moldau3.1.1 Historischer Hintergrund der Arbeitsmigration in der Region3.1.2 Arbeitsmigration im Kontext der Transformation3.1.3 Zahlen und Trends zur Migratio n in der Republik Moldau3.2 Die Befragten und die Migrationsgeschichte ihrer Eltern im Kontext der Entwicklungen in der Republik Moldau3.2.1 Die sechs jungen Erwachsenen3.2.2 Migrationsphänomene am Beispiel der Eltern der Befragten3.3 Transnationale Migration und transnationale Familien in Moldau 3.3.1 Begriffsbestimmung und regionaler Bezug3.3.2 Transnationale Familien und zurückgelassene Kinder3.4 Nicht-Migrierende3.5 Zusammenfassung4 Transnationale Familie und Geschlechterrollen4.1 Zum Rollenverständnis moldauischer Familien4.1.1 Das Erbe der Sowjetzeit4.1.2 "Mama ist näher": die zentrale Position der Mütter4.2 Wer soll gehen? Geschlechterrollen und die familiäre Migrationsentscheidung4.3 Transnationale Familie und veränderte familiäre Rollen4.3.1 Migrierende Mütter und migrierende Väter4.3.2 Die zurückbleibenden Elternteile4.4 Die Rolle von Großeltern und anderen Verwandten4.4.1 Betreuung und Erziehung4.4.2 Emotionale Versorgung4.4.3 Freundinnen und andere Betroffene4.5 Zusamm enfassung5 Die Perspektive der Kinder auf die Trennungserfahrung5.1 Kommunikation5.2 Trennungserleben in Relation zu Mütter- und Väterrollen5.2.1 Fehlende Mütter und nicht-fehlende Väter5.2.2 Sorgen um die migrierten Eltern5.2.3 Geschenke und Süßigkeiten als Zeichen elterlicher Liebe5.2.4 Trennungserfahrung und familiäre Beziehungen5.3 Reflexionen und Schlussfolgerungen zur Migration der Eltern5.3.1 Die Unumgänglichkeit der Migration5.3.2 "Alles für die Kinder" als Motiv für die Migration der Eltern5.3.3 "Ich beschuldige sie nicht!": Verständnis und Rechtfertigung der elterlichen Migrationsentscheidung5.3.4 Dankbarkeit und Anerkennung der elterlichen Opfer5.3.5 Solidarisierung und Kooperation mit den Zielen der Eltern5.3.6 Kritik an der Migration der Eltern5.3.7 Abwehr der gesellschaftlichen Anschuldigungen5.4 Zusammenfassung6 Die Befragten und das gesellschaftliche Bild zurückgelassener Kinder6.1 Die zurückgelassenen Kinder im gesellschaftlichen Diskurs6.1.1 Problematisierte Bere iche im Leben zurückgelassener Kinder6.1.2 Psycholog:innen und Sozialarbeiter:innen als erklärte Lösung 6.1.3 Zurückgelassene Kinder: (keine) "Waisen" und "Opfer"6.2 Die Rolle internationaler Organisationen im Diskurs6.2.1 Die Entwicklung des Diskurses6.2.2 Die Berichterstattung von UNICEF und IOM6.2.3 Das Konzept von Kindheit in den UNICEF-Berichten6.2.4 IOM, Migrationsmanagement und der Diskurs6.3 Die Positionierung der Betroffenen gegenüber dem Diskurs6.4 Zusammenfassung7 Die Wirkung der Migration auf die Gesellschaft und die Biografie der Kinder7.1 "Alle denken nur ans Geld": migrationsbedingte Veränderungen in der Gesellschaft7.1.1 Geldsendungen und die wirtschaftliche Entwicklung7.1.2 Geldsendungen als Ursache für sichtbare Ungleichheit7.1.3 Neuer Kapitalismus und individuelles Streben nach Wohlstand7.2 Vom "Land ohne Eltern" zum "Land ohne Jugend": Jugendmigration in der Republik Moldau7.2.1 Jugendarbeitslosigkeit un